Ein Mitbringsel aus dem Urlaub

 Kinder planschen am Strand von Union Island. (Foto: Holger Ort)

Kinder planschen am Strand von Union Island. (Foto: Holger Ort)

 

Zurück aus den Sommerferien habe ich an meinem kleinen Newsletter geschraubt. Bisher habe ich darin vor allem Podcasts und Streams vorgestellt, die ich besonders hörenswert finde. Neu möchte ich aber auch einen Einblick geben, was bei Doku.FM so läuft. Hörtipps gibt es natürlich weiterhin. Abonnieren lohnt sich also doppelt: Jetzt kostenlos abonnieren!

Im Urlaub war ich allerdings auch nicht ganz untätig. Eine Podcasterkollegin nannte mich sogar “The podcaster who never takes vacation”. Naja, ganz so ist es nicht, denn die meiste Zeit habe ich Sandburgen bauend mit meiner Familie am Strand verbracht, doch zwischendurch habe ich noch etwas Zeit für zwei Interviews gefunden. Eines davon für meinen neuen Podcast, den ich noch im August launchen möchte. (Sorry, der Titel ist immernoch top secret.) Und ich habe eine Mini-Story aus dem Urlaub mitgebracht, meine erste Audiostory in Englisch: “Like A Fish...”. Hope you like it ;)

Podcasts? Sowas hört doch kein Mensch!

 

Nachdem ich im letzten Blogartikel über die Gründung meiner kleinen Podcastfirma geschrieben habe, ist nun die Zeit gekommen, über den Fortschritt zu berichten.

Es ist viel passiert in den letzten 3 Monaten. Ich habe Unmengen Fachbücher gelesen, mit interessanten Leute gesprochen und jede Menge neue Kontakte geknüpft. Ach ja, und natürlich neue Podcastformate entwickelt, aber dazu später mehr.

Ich habe Veranstaltungen, wie das sonOhr-Festival in Bern, besucht. Dort wurde mein Stück „King of Colorz“ für den Flashstory-Preis nominiert, für den Sieg hat es aber leider nicht gereicht.

Am MedienBarCamp in Zürich musste ich feststellen, dass die Skepsis vieler Medienleute gegenüber neuen Audioformaten recht gross ist. Inbesondere die Aussagen eines Vertreters eines grossen Zürcher Lokalradios haben mich geschockt, der sich sehr ablehnend gegenüber Podcasts geäussert hat. Ganz nach dem Motto: „Das haben wir alles schon gemacht. Sowas hört in der Schweiz kein Mensch!“ Leider hatte dieser Radiomensch keine Ahnung davon, dass mit einem Podcast selten nur eine online gestellte Radiosendung gemeint ist.

In meinem letzten Blogpost hatte ich erwähnt, dass ich zusammen mit This Wachter den Podcast „Dütsch und deutlich“ entwickelt habe. Auf der Suche nach Geldgebern hatten wir unter anderem einige Stiftungen angeschrieben, deren Antworten mich zum Teil nicht minder geschockt haben als die Einstellung mancher Radioleute. Denn oftmals bekamen wir als Antwort: „Tut uns leid, aber Podcasts unterstützen wir generell nicht.“ Wie diese Stiftungen darauf gekommen sind, Podcasts als nicht förderungswürdig einzustufen, ist uns leider nicht bekannt. Aber es zeigt mir, dass es noch viel Überzeugungsarbeit braucht, bis Podcasts in der Schweiz im Mainstream und damit in den Köpfen der Entscheider angekommen sind. Wenigstens ist unser Antrag noch bei einer Stiftung hängig, was zumindest etwas Hoffnung aufkommen lässt.

Aber „Dütsch und deutlich“ ist natürlich nicht das einzige Projekt in meiner Pipeline. In einigen Wochen wird einen neuer Storytelling-Podcast von mir starten. Der Titel ist definiert, das Cover ist fertig, die ersten Interviews im Kasten.

Aber davon erzähle ich dann in meinem nächsten Blogpost ;)